Die verschiedenen Arten von Makroviren

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Dateiviren infizieren Makroviren keine Programme wie etwa .EXE oder .COM-Dateien, sondern übertragen ihren Programmcode mittels einer Makrosprache in andere Dokumente oder Datenbanken. Damit sind Makroviren nicht mehr abhängig von der CPU und vom Betriebssystem. Word-Makroviren können z.B. problemlos Word unter Windows 3.1, Windows 95, Windows NT, OS/2 oder auf Macintosh-Computern infizieren. Makroviren sind damit also "Applikationsabhängig", d.h. sie benötigen ein bestimmtes Anwenderprogramm, um sich zu vermehren und ihre Schadensfunktionen durchzuführen. Das jeweilige Anwenderprogramm stellt für Makroviren dann das eigentliche "Betriebssystem" dar. Sie können nur solange aktiv werden, solange das entsprechende Anwenderprogramm vom Benutzer ausgeführt wird. Wenn der Anwender Microsoft Word beendet, wird auch gleichzeitig ein eventuell aktiver Makrovirus aus dem Speicher entfernt. Da die verschiedenen Makroprogrammiersprachen im Vergleich zu Assembler relativ einfach zu erlernen sind, ist das Erstellen eines Makrovirus leider auch für viele Möchtegern-Virenprogrammierer kein größeres Problem mehr. Hinzu kommt, dass die jeweiligen Anwenderprogramme sich kaum gegen Makroviren schützen und das Gefahrenpotential lange Zeit unterschätzt wurde. Dem Gegenüber versucht MS jetzt durch die neuste Office Variante dieser Bedrohung Herr zu werden, es scheint mit Erfolg.

Mittlerweile gibt es Makroviren für eine ganze Anzahl von bekannten Anwenderprogrammen. Entsprechend werden diese Viren klassifiziert

                                                                

WM-Viren (WordMacro, Viren für Microsoft Word 2.0 bis 7.0)

XM-Viren (ExcelMacro, Viren für Excel 6.0 und höher)

W97M-Viren (Word97Macro, Viren für Word97 und höher)

XF-Viren (ExcelFormula, Viren für Excel 4.0 und höher)

A97M-Viren (Access97Macro, Viren für Microsoft Access97)

O97M-Viren (Allgemein, Viren für Microsoft Office 97)