Aufbau eines Virus
Jeder Virus besteht aus drei, meist vier
Programmteilen: Beim ersten Teil handelt es sich um eine Art Kennung, das
Hex-Pattern, durch das der Virus sich selbst erkennen kann. Mit seiner Hilfe
kann ein Virus jederzeit überprüfen, ob eine Datei bereits infiziert ist.
Der zweite Teil enthält die eigentliche Infektionsroutine. Hierbei handelt es
sich zuerst um eine Routine, die nach einer nicht infizierten, ausführbaren
Datei sucht. Ist eine solche Datei gefunden, kopiert der Virus seinen
Programmcode in die Datei. Außerdem befindet sich in diesem Teil auch der
Programmcode, der bei bedarf die Datei so umbaut, dass der Virus sofort bei
Aufruf des Programms sofort aktiv werden kann. Auch die Routine für einen
eventuellen Tarnmechanismus befindet sich hier.
Der dritte Teil entscheidet darüber, ob es sich um einen harmlosen Virus
handelt, der nur einen kleinen Scherz macht, oder um einen destruktiven Typ, der
eine mittlere oder größere Katastrophe auslöst. Im harmlosen Fall steht hier die
Anweisung, dass der Virus am Tag X ein Bild auf den Monitor Zeichnet oder einen
bestimmten Text ausgeben soll. Hier kann sich aber auch der Befehl befinden:
"formatiere nach dem x-ten Neustart die Festplatte."
Mit dem vierten Teil schließt sich der Kreis. Hier befindet sich der Befehl mit
dem das Programm nach Ausführung des Virencodes wieder zu der Stelle
zurückkehrt, an welcher der Virus den Programmablauf unterbrochen hat.