Grundlegende Einstellungen für den Zugang zum Netz

 

Die Konfiguration vorhandener Software stellt ein Muss
vor dem Zugang zum Internet dar.
So kann man Daten fremder PC's einfach über die Datei-
und Druckerfreigabe eines Windows PC's über das Internet
auslesen. Ein einfacher NBScan über ganze Subnetze zeigt,
dass ca 20% aller User ihre Dateifreigaben nicht entfernen,
bevor sie ins Netz gehen..
Ein Lesezugriff auf alle Partitionen ist nicht selten in
solchen Fällen, da Kleinnetze oftmals ihre kompletten
Ressourcen im lokalen Netzwerk freistellen....und damit
aber ebenso im Internet.
Daher ist es sinnvoll zwei verschiedene Rechner zu benutzen:
Einen für persönliche Arbeiten und wichtige Dokumente oder
Bürodaten und einen PC für das eher freizeitliche Surfen im
Internet.
Es kann auch so weit kommen, das man sogar Schreibzugriff
auf den einzelnen Partitionen hat....

Ebenso sollte man die Einstellungen seines Browsers checken.
Dieser sollte so ziemlich alle aktiven Inhalte des Netzes
blockieren, da diese mittlerweile die größten Übeltäter
sind.
Ich empfehle zwar die Deaktivierung aller Gimmicks, aber
da heutzutage Javascript für so ziemlich alles benutzt
wird [inklusive Navigation durch Homepages], kann man auf
dieses kaum verzichten....wobei Javascript die Anonymität
des Internets überhaupt nicht wahren kann.
Die meisten Informationen wie der Browsername oder ähnliche
Abfragen [z.B. Betriebssystem] werden durch Javascripts an
die Server übermittelt.
Dieses Auslesen von Daten aus dem Browser ist nicht ohne:
Daten wie auch die IP-Adresse kann ohne Probleme übermittelt
werden. Hierzu kann ich nur den Selbsttest empfehlen.
Mit den gesammelten Infos ist es heutzutage ein leichtes
Surfgewohnheiten des Users auszulesen und auszuwerten, um
ihn mit gezielter Werbung zu spamen...
Weitere gefährliche aktive Inhalte kommen z.B. per ActiveX.
Diese Schnittstelle von Microsoft hat enorme Rechte und kann
als Wunderwaffe dienen... wenn sie aktiviert wird.
Standardmäßig fragt z.B. der Microsoft Internet Explorer
zwar vor der Ausführung nach, was jedoch nur bei Nichtmicro-
softcontrols geschieht. Es wurde vor kurzem nachgewiesen,
dass Controls, die von Microsoft stammen und deren Lizenz
tragen, ohne zu fragen ausgeführt werden.
Allein aus solchen Gründen ist es schon ratsam, wenn man alle
aktiven Inhalte kurzerhand deaktiviert.
Netscape's Navigator bietet ja sowieso nur "alles an"- oder
"alles aus"- Funktionen.

Ebenso ist es sinnvoll den Einsatz von Cookies einzu-
schränken. Dienste wie Foren E-Shops oder webbasierte
E-Maildienste benötigen Cookies, aber zwielichtige Anbieter
können eben diese benutzen um User wiederzuerkennen und
gezielt zuzumüllen.
Ebenso können Mitbenutzer des PC's die angesteuerten
Homepages per Cookies nachvollziehen und wenn man durch
Weiterleitung oder Fakes auf zwielichtige Seiten geführt
wurde, die direkt Cookies im Windows\Cookies Ordner
platzieren, kann dies zu unangenehmen Situationen führen.

Eine Speicherung von z.B. Autovervollständigung der Eingaben
in Textfelder kann man gerade noch gutheißen, solange man
sicher ist, dass niemand sonst VOR dem PC sitzt.
Die Speicherung von Passwörtern oder verschlüsselten Seiten
auf der Festplatte ist hingegen schon fast grob fahrlässig!
Dies kann ein Fremder auch per Trojaner oder anderem Fremd-
zugriff ohne Probleme aus den Passwortfiles auslesen.
Heutzutage gibt es ja Tools für jede Art von Passwortent-
schlüsslung.

Bei der Konfiguration des Webbrowsers sollte man noch darauf
achten, dass die Surfempfehlungen wie "Verwandte Links" oder
"Verwandte Objekte" ausgeschaltet sind. Dabei wird die
aktuelle URL an einen Drittanbieter übermittelt, der dann
auf Grundlage seiner Datenbank Links mit ähnlichen Topics
an den Browser zurückübermittelt. Durch dieses Verfahren
können in URLs eingebundene Passwörter an diesen Anbieter
geschickt werden. Diese Dienste versichern zwar nur den
Empfang von Domains [benutzerrelevante Daten seien ausge-
schlossen], kontrollieren kann dies jedoch niemand!
Ein solches Unternehmen ist zum Beispiel Alexa 
Diese verwalten die "Verwandten Objekte" des Internet-
Explorers von Microsoft.